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Willkommen zum Dritten Hofreitturnier im »kurfürstlich Reissigen Stall« des Dresdner Schlosses. Prächtig geschmückte Reiter vollführen nach
historischen Vorlagen Ringelstechrennen wie es uns aus den sächsischen Turnierbüchern überliefert wurde. Unter schallenden Fanfaren und der Aufsicht des Turniervogts fordern die Mentanatoren die Aventurier zu spannenden Rennen.
In die noch erhaltene Rennbahn des Stallhofes mit Pallia und Obelisken (Ringhalter) wird eine hölzerne Tribünenanlage installiert, auf dass 2500 Besucher die Kämpfe verfolgen können. Kurfürst Christian II. wird selbst in die
Rennen eingreifen. Seine leidige Trunksucht scheint seinen Tatendrang zu beflügeln, doch die Trübung seiner Sinne beschwört die Katastrophe herauf.
Auf dem Markte um die Pferdetränke erstehen Sie allerlei Waren zum guten Gebrauche. Zuschauen und Staunen beim Werkeln der Handwerker oder schachern bei den Kauffleuten. Der Huf- und der Hofschmied behufen die Pferde. Der Sattler nebenan fertigt das Zaumzeug von Hand. Beim Büchsenmacher erfährt man über die moderne Feuersteinmethode. Und beim Becken gibt’s das leckere Brot wie zum Adventsmarkt. In der Taverne zapft man das dunkel Bier, welches unseren Churfürsten das Liebste ist. Und für die Kindlein ist eine echte Rüstkammer eingerichtet, Schwert, Pike, Harnisch und Schild für die Verteidigung. |
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Die Zeit der großen Entdeckungen. Galilei, Brahe und Keppler doktern an ihren astronomischen Fernrohren. Das Feuersteinschloß übernimmt das Luntenschloß in Handfeuerwaffen. In Hamburg wurde die Klassenlotterie gegründet. Das Abendland kennt etwa die Hälfte der Erdoberfläche. Die Prügelstrafe an deutschen Schulen ist eingeführt. Kegelbahnen sind auf Volksbelustigungen anzutreffen. Erste Unruhen im katholischen Irland gegen protestantische Engländer. Die Schallgeschwindigkeit der Luft wird gemessen. Die Weltumsegler wurden die Helden der Zeit. Die Türkenkriege öffneten, wie es einst die Kreuzzüge getan hatten, den Blick in die geheimnisvolle Welt des Orients. Der weltpolitische Aufstieg des elisabethanischen England warf seine Schatten über das kontinentale Europa; bald spiegelten die englischen Schauspielertruppen auch in Nord- und Mitteldeutschland den geistigen Aufschwung ihrer Heimat, den weltweiten und beseelten Glanz der Shakespeareschen Bühne und ihrer Menschen wider. Die Spanier drangen vom Wiener Hofe und von den süddeutschen Plätzen werbend für den kämpferischen Katholizismus vor. Die ersten Jesuiten als Bannerträger der Gegenreformation konnten zwar unmittelbar dem Mutterlande des Luthertums keine Gefahr bringen, aber der Vorabend des Dreißigjährigen Krieges war aufgezogen. …die Scheiterhaufen lodern, religiöser Wahn, egal ob protestantisch oder katholisch, zehrt Hunderttausende in die Flammen. Im Sachsenlande übernahm Christian II. 1601, nunmehr mündig, die Amtsgeschäfte. Seine Zeitgenossen nannten ihn „das fromme Herz“, aber zu rühmen fand sich eher seine Neigung zu Jagd und pompösen Festen. Er läßt sich die seinerzeit brillanteste Rüstung im „alten Europa“ anfertigen. Sie gilt als vollkommenstes Kunstwerk der Eisenbearbeitung durch Treiben, Tauschieren, Vergolden und Blauen.
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Christian II. Churfürst zu Sachsen |
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Turniere damals im Herzogtum Sachsen Turniere im markgräflichen Sachsen sind seit dem 11. Jahrhundert belegt. An den kurfürstlichen Höfen wurden seither prachtvolle Turniere ausgestattet. Um 1500 kam in Deutschland eine neue Turniergattung auf, die bald dem Stechen seinen Rang streitig machen sollte: das Rennen. Mit dem Turnierbuch Johanns des Beständigen beginnenden Aufzeichnungen der«Scharffrennen und treffen» im Zeitraum von 1487 bis 1566. Ein von Kurfürst August angeordnetes welsches Gestech ist für die Fastnacht 1557 belegbar. Der Kurfürst ließ den Dresdner Rat entweder auf dem Markt, im Schloß oder Zwinger (an der Stadtmauer) eine Bahn von Stroh, Sand oder Ziegeln herstellen, die nach Beendigung der Ritterspiele wieder beseitigt wurde.Diese kostspieligen Installationen der Arenen mag Kurfürst Christian I. dazu bewegt haben, den Ausbau des Stallhofes zu veranlassen, um darin dauerhaft Turniere zu veranstalten. Anhand der vorher und in späteren Jahren stattgefunden Turniere und Rennen können wir heute ein ziemlich genaues Bild der Rennen im Entstehungsjahr nachvollziehen. Damals wie heute ging es um fidele Belustigungen und da könnten die Marginalien schon mal die derben Flüche der Turniervögte als auch die Späße der Hofnarren übersehen haben. Lassen Sie sich beeindrucken von den aufwendigen Einbauten in den Stallhof, den prächtig geschmückten Reitern, den zierlichen Hofdamen, folgen Sie dem Ruf der Fanfaren und amüsieren Sie sich königlich beim „churfürstlich sächsischen Ritterturnier“.
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Die Akteure Der Churfürst Christan der II. der Mantenatore (Herausforderer)
Die Aventurier (reisende Ritter) im Gesellenstechen |
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Der Ablauf des Turnieres 1. Ankündigung des Turnieres 2. Das Schaarenturnier- 3. Das Damenringrennen - 4. Die Sauhatz - 5. Das Ringrennen der fürstlichen Reiter - 6. Das Quintanrennen am Carrousel – 7. Das Palliarennen - wälsches Gestech. Ausrufen der Sieger zum Empfang der TurnierDänke |
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Die Zeiten der Turniere
Turnier-Eintrittskarten und Preise (incl. Zutritt Zeugmarkt)
Kartenvorverkaufstellen (nur für Turnier): Touristinfo
----------------------------------------------------------------------- Zeugmarkt-Eintrittskarten und Preise (nur Tageskasse)
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im Stallhof des Dresdner Schlosses
27. bis 29.Mai 2005